Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2012

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Aktuelle Marktberichte EUMEHA Januar 2012


KW 4
Vom 22. - 23. Januar 2012 fand die Vancouver Resource Investment Conference statt – eine der größten Veranstaltungen ihrer Art. Die uns von Teilnehmern geschilderten Eindrücke lassen darauf schließen, dass die Investment-Community den Rohstoff-Boom noch lange nicht für beendet hält. Insbesondere wurde festgestellt, dass zahlreiche neue Explorationsunternehmen an den Markt drängen auf der Suche nach Kapital und geeigneten Explorationsstätten. Hier ist wie immer Vorsicht geboten bei Direktinvestitionen. Informieren Sie sich vor Ihrem Investment bei Fachleuten über die Risiken, die z.B. Private Placements beinhalten. Es ist von fundamentaler Bedeutung, die Projekte und deren Management zu kennen.  Ansonsten spielten Edelmetalle und deren Preistrends wieder eine Hauptrolle auf der Konferenz, die Euro-Schuldenkrise selbstverständlich, ein möglicher Zusammenbruch größerer Währungen und Währungssysteme sowie die Versorgungssicherheit der westlichen Welt mit Technologiemetallen und seltenen Erden.

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 4

Die Flucht aus Papierwährungen bzw. deren Tausch in Sachwerte hat sich in den vergangenen Monaten etwas verlangsamt. Diesen Zyklus halten wir noch lange nicht für beendet. Wir vermuten, dass eine erhöhte Risikoaversion, die europäische Schuldenkrise sowie ein Wiedererstarken des US-Dollars die Hauptgründe hierfür waren. Dies ist unserer Meinung nach nur temporärer Natur, da der US-Dollar selbst nur eine Papierwährung ist.  (Dieser Absatz repräsentiert ausschließlich die Meinung der Redaktion.)

Im Betrachtungszeitraum wurden im Zuge der Feiern zum chinesischen Neujahrsfest keine nennenswerten Preisveränderungen bei Technologiemetallen und seltenen Erden festgestellt. Leichte Schwankungen ergaben sich nur durch Veränderungen in der Währungsrelation EUR/US$.

 

KW 3
Heute widmen wir uns einer Studie des US-Ernergieministeriums vom Dezember 2011 zur Versorgungslage und Strategie der USA im Hinblick auf Technologiemetalle und seltene Erden:

Department of Energy Releases its 2011 Critical Materials Strategy - DoE

Die USA planen den Übergang zur sogenannten „Clean Energy Economy“.  Hierzu benötigen sie Unmengen an diversen seltenen Erden und Technologiemetalle.  Die Studie befasst sich mit der Versorgungssicherheit dieser Rohstoffe in 2 zeitlichen Abschnitten.  Bis 2015 wird die Versorgungssicherheit mit Dysprosiumoxid, Europiumoxid, Terbiumoxid und Yttriumoxid als höchst kritisch angesehen, die von Indium und Tellur als kritisch.  Darüberhinaus wird im Zeitraum von 2015 – 2025 nur die Versorgung mit Indium als gerade ausreichend angesehen, während bei den oben genannten Metallen bzw. seltenen Erden die Situation immer noch als kritisch angesehen wird.

Die in der Studie genannten Rohstoffe sind essentiell bei der Herstellung von Windturbinen, Elektrofahrzeugen, Photovoltaik-/Solarzellen und LED-Leuchten bzw. fluoreszierenden Leuchtmitteln.  Die Strategie des Energieministeriums läuft in erster Linie darauf hinaus, weltweite Lieferbeziehungen aufzubauen, um unabhängig von einzelnen Lieferanten – hauptsächlich China bzw. chinesische Firmen – zu werden.

Dies zeigt allen Beteiligten, wie sensibel die Weltwirtschaft auf Störungen der Versorgung mit Technologiemetallen und seltenen Erden reagieren wird.  Wir interpretieren diese Studie und die hierin gemachten Aussagen als weitere Argumente für eine Investition in Technologiemetalle und seltene Erden.

Seltene Erden KW 3 – Keine größeren Bewegungen

Das Preisgeschehen der vergangenen Woche wurde ausschließlich dominiert durch Wechselkursschwankungen.

Technolgiemetalle KW 3 - Leichte Preiseinbußen bei Tellur –  sonst seitwärts

Einziges Highlight der vergangenen Woche – leichte Einbußen bei Tellur.  Ansonsten gilt für die Preisbildung gleiches wie bei Seltenen Erden.

 

KW 2
Besonders empfehlenswert:
Die Studie von PricewaterhouseCoopers zur Metallknappheit in der produzierenden Industrie - Die tickende Zeitbombe!

Impact of minerals metals scarcity on business - PwC

2012: Seltene Erden – Was passiert in China ?

Die Chinesen veröffentlichten gerade die Reduzierung Ihrer Exportquoten um 27%. Zum ersten Mal gibt es eine Differenzierung zwischen sog. leichten und schweren seltenen Erden. Die Aufteilung der Quote soll nach offizieller Lesart einen besseren Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage ermöglichen. Außerdem sollen jene Firmen, welche die neuen Umweltstandards der Regierung nicht einhalten vom Export ausgeschlossen und bestraft werden. Tatsächlich wurden im letzten Jahr die Exportquoten aufgrund des unterjährigen Preisanstieges nicht ausgeschöpft, sodass die neue Quote ungefähr dem Niveau der tatsächlichen 2011er Lieferungen entspricht. Das Preisniveau bei seltenen Erden blieb in der abgelaufenen Woche stabil – nur beeinflusst durch Wechselkursschwankungen EUR/US$.

Technolgiemetalle 2012: Das Jahr des Übergangs oder Aufschwung in neue Höhen ?

Die ersten beiden Handelswochen des Jahres wurden von einer gewissen Orientierungslosigkeit geprägt. Bemerkenswert ist jedoch, dass einige Investoren die Ausschüttungen aus Finanzinstrumenten, z.B. aus Anleihen, zum Jahresbeginn nutzten, um ihre Positionen in Technologiemetallen aufzustocken. Unter Berücksichtigung der Studie von PwC (siehe Link oben) erwarten wir mittelfristig wieder Preisanstiege bei den meisten Technologiemetallen, insbesondere bei Indium. Auch bei Technologiemetallen blieb das Preisniveau in der letzten Woche stabil - nur beeinflusst durch Wechselkursschwankungen EUR/US$.  

 

KW 1
2011:  Seltene Erden - Das Jahr der hohen Volatilität


Der Preisverfall seltener Erden sollte bald gestoppt sein. Nach dem parabolartigen Preisanstieg in den ersten beiden Quartalen 2011 sind die Märkte wieder ein Stück weit zurückgekommen. Während der ersten 3 Quartale exportierte China ca. 10.000 metrische Tonnen seltener Erden und schöpfte seine Exportquoten damit nur zu ca. 40% aus. Chinas Maßnahmen sowie das Verhalten einiger anderer Produzenten seltener Erden lassen den Schluss zu, dass man bemüht ist, die Preistendenz wieder umzukehren. Temporär schwächere Nachfrage der industriellen Abnehmer bei immens hohen Anschaffungskosten wird als Hauptgrund leichterer Preise angesehen. Im Zuge dieser Maßnahmen haben mehrere große chinesische Produzenten ihre Produktion komplett oder teilweise zurückgefahren.   Außerdem wird kolportiert, dass die chinesische Regierung weitere Steuern auf den Export diverser seltenen Erden plant.

2011: Technolgiemetalle - Rückblick

Das Preisbild bei den dominierenden Technologiemetallen war im abgelaufenen Jahr nicht immer vom Gleichschritt bestimmt.  Während die Preisgraphen bei Gallium, Germanium, Hafnium und Indium im abgelaufenen Jahr während der ersten beiden Quartale nur den Weg Richtung Norden kannten, sahen wir im weiteren Verlauf des Jahres leichte Rücksetzer bei Gallium.  Die Bodenbildung auf hohem Niveau schreitet bereits seit einiger Zeit voran und es sollte sich laut Aussage eines der größten Industriehändlers für Technologiemetalle in Europa auch hier der strukturelle Nachfrageüberhang in absehbarer Zeit wieder durchsetzen und für höhere Preise sorgen.  Ganz anders die Situation in den Folgequartalen bei Germanium und hochreinem Hafnium.  Auf Euro-Basis setzte sich der Preisanstieg bis in den Dezember 2011 hinein fort. Eine Sondersituation zeichnet sich im Indium-Markt ab.  Neben dem strukturellen Angebotsdefizit scheint eine US-amerikanische Investorengruppe Indium periodisch aufzukaufen und wirkte somit im Jahresverlauf neben der industriellen Nachfrage preistreibend.



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