Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2013

Alle Marktberichte

Aktuelle Marktberichte EUMEHA Januar 2013

 

KW 5

IFO- und ZEW-Index – Ist das der Turn-Around für Deutschland und die EURO-Zone?

Bereits in der Vorwoche wurden positive Zahlen vorgelegt.  Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragte 272 Finanzexperten.  Diese blicken zunehmend optimistisch in die Zukunft denn der zentrale Index für die Konjunkturerwartungen liegt nun bei 31,5 Punkten – ganze 24,6 Punkte mehr als bei der letzten Umfrage.  Ebenfalls besser der Index für die aktuelle wirtschaftliche Lage mit plus 1,4 auf 7,1 Punkte.

Der IFO-Index legte von 102,4 auf 104,2 zu, die Teilkomponenten wurden von 7000 befragten Managern mit 100,5 (+2,5) für die nächsten 6 Monate und mit 108 (+0,9) für die aktuelle Lage bewertet.  Insbesondere stieg die Stimmung in der Industrie, der Baubranche und den Dienstleistern.

Der 3. Anstieg in Folge ist u.a. auch auf eine ruhigere Phase an den Finanzmärkten zurückzuführen und damit verbundenen Hoffnungen, die Eurokrise in den Griff zu bekommen. Ob die deutsche Wachstumsdynamik jedoch ausreichend sein wird, um den Rest der Euro-Zone mitzuziehen, wird abzuwarten sein.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 5 - Rhenium, Europiumoxid und Gadoliniumoxid mit Abgaben - Starker Euro
Neben einem starken Euro sahen wir ein leichtes Überangebot an Rhenium, Europiumoxid und Gadoliniumoxid. Im Bereich der Seltenen Erden scheinen sich jedoch Stabilisierungstendenzen abzuzeichnen. Der Abgabedruck bzw. das im alten Jahr gesehene Überangebot ist in dieser Form nicht mehr evident.

 

KW 4

GERMANIUM – Auch hier verkündet CHINA nun offiziell den Aufbau strategischer Reserven

Bis März 2014 sollen mehrere namhafte chinesische Produzenten bis zu 20 Tonnen Germanium zum Aufbau strategischer Reserven bereitstellen.  Im abgelaufenen Jahr verkündete die Volksrepublik bereits den Aufbau strategischer Reserven für Indium, Gallium, Seltene Erden und auch für Industriemetalle.   Ab August/September 2012 wurden laut der Nachrichtenagentur Reuters führende Germaniumproduzenten von der Absicht in Kenntnis gesetzt, den Aufbau auf Germanium auszudehnen.  Im Dezember folgte dann auch eine Bestätigung von offizieller Seite.

20 Tonnen = mehr als 15% der jährlichen Produktionsmenge.  Wie wird sich das auf das Preisgefüge auswirken? 

Bereits im abgelaufenen Jahr stiegen die Germaniumpreise – nach einem kleinen Durchhänger im 1. und 2. Quartal – bis zum Jahresende auf alte Höchststände.  Trotz Wirtschaftskrise also kein Einbruch.  Vor dem Hintergrund zu erwartender staatlicher Eingriffe – dem Aufbau staatlicher Reserven – ist es nur zu verständlich, wenn Produzenten Material verknappen, um höhere  Preise durchsetzen zu können.  Zusätzlich ist zu erwarten, dass der erhöhte Einsatz von Germanium in der Hochtechnologie preistreibend wirkt.  Zudem zeugte der diese Woche veröffentlichte IFO-Index von zunehmendem Optimismus in der deutschen Wirtschaft.  Könnten das Anzeichen eines höheren Verbrauchs und größerer Nachfrage nach Technologiemetallen und Seltenen Erden sein?  Es bleibt spannend.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 4 - Keine nennenswerte Bewegung im Markt
In der abgelaufenen Handelswoche sahen wir keine Bewegung auf Dollarbasis. Auch in der Währungparität tat sich im Wochenvergleich wenig.  Insgesamt blicken wir auf eine ruhige Handelswoche zurück.

 

KW 3


2012 :  Jahresrückblick Seltene Erden

„Seltene Erden 2012 – Ein Drama spielt sich ab.“

Zu Jahresbeginn 2012 konnten wir einen leichten Ausreißer aus dem etablierten Abwärtstrend seit dem 3. Quartal 2011 verzeichnen.  Einige Marktteilnehmer waren bereits „wie elektrisiert“ und hofften, dass sich der parabolartige Anstieg des 1. Halbjahres 2011 nun fortsetzen würde.  Doch der Ausbruch mußte leider als Fehlausbruch interpretiert werden, der Abwärtstrend setzte sich bereits nach wenigen Wochen wieder fort.  Einerseits hielten sich industrielle Abnehmer mit  Käufen zurück, anderseits drängten verstärkt illegale Exporte aus der Volksrepublik China auf die Märkte und wirkten sich dämpfend aus.  Durch verschiedene Maßnahmen versuchten die Chinesen dem Preisverfall entgegen zu wirken.  So dürften sich die Einnahmeverluste des chinesischen Fiskus durch erhöhten Schmuggel auf erkleckliche Beträge summieren.  Der Kampf gegen illegale Exporte, die Schließung umweltverschmutzender Produzenten, die Zusammenlegung bzw. Übernahmen wichtiger Produzenten, die Beschränkung von Schürf- und Minenrechten sowie die Beschneidung der Exportquoten scheinen sich jedoch erst mittel- bis langfristig auszuwirken.

Auf Dollarbasis verloren Dysprosiumoxid (ca. -55%), Neodymoxid (ca. -55%) und Praseodymoxid  (ca. – 58%) durchweg mehr als die Hälfte ihres Wertes im Vergleich der Jahresendwerte 2011/2012.  Bei Europiumoxid (ca. – 47,5%), Terbiumoxid (ca. – 45,5%) und Yttriumoxid (ca. – 45,5%) sahen die Verluste nicht ganz so schlimm aus, sind dennoch erheblich.  Einziger Ausreißer war Gadoliniumoxid – hier summierten sich die Jahresverluste „nur“ auf ca. 21%. 

Bei den Seltenen Erden müssen die Experten für 2012 einräumen, mit ihren Prognosen samt und sonders danebengelegen zu haben.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 3 - Kaum Bewegung im Markt
Im Berichtszeitraum gab es marginale Verluste für Tellur auf Dollarbasis.  Yttriumoxid und Dysprosiumoxid wurden ebenfalls leicht zurückgenommen.  Im Währungsvergleich gewann der Euro ca. 1 Cent und verbilligte den Einstieg für Euro-Investoren.
  

 

KW 1/2


2012 :  Jahresrückblick Technologiemetalle


„Technologiemetalle durchwachsen bis negativ“ – so läßt sich ein Fazit der Preisentwicklung für Technolgiemetalle im Jahr  2012 ziehen.  Positiven Entwicklungen bei Germanium und Hafnium stehen unerwartete negative Entwicklungen bei Indium, Gallium und Tellur entgegen.  Rhenium und Selen konnten sich der allgemeinen Konjunkturlage wohl nicht entziehen und verbuchten ebenfalls Verluste, welche bei genauer Analyse nicht so gravierend erscheinen, da wir es hier mit Zyklikern zu tun haben.

Insbesondere lagen die Prognosen bei Indium, Gallium und Tellur daneben.  Es wurde eine rasante Entwicklung der Solarenergie, der Photovoltaik im Allgemeinen, bei LED-Lampen und –Leuchten, bei Displays von Tablets, Smartphones und Bildschirmen prognostiziert. Einhergehend wurde eine Verknappung dieser Metalle vorgezeichnet. Bei genauem Hinsehen scheint sich die technologische Entwicklung bewahrheitet zu haben.  Leider mußten wir feststellen, dass die Abbaukapazitäten für Indium und Gallium stärker ausgebaut wurden als die Produktionskapazitäten für deren Einsatz.  Zwischenzeitliche Stabilisierungstendenzen waren zeitlich befristet.  Es drängte gerade in der 2. Jahreshälfte, insbesondere aber im 4. Quartal, verstärkt Material auf den Markt, welches die Preise erheblich unter Druck brachte. Bei Indium verbuchten wir im Jahresverlauf Verluste auf Dollarbasis von ca. 34 % und bei Gallium von ca. 56 %. Bei Tellur sahen wir Verluste im Bereich von ca. 38%.  Diese Metalle erscheinen im langjährigen Vergleich nun erheblich unterbewertet und verlocken zum Einstieg.

Germanium zeigte sich im Jahresverlauf überaus stabil.  Einem kurzen Durchhänger in der ersten Jahreshälfte folgte die Aufholjagd in der zweiten Jahreshälfte, sodaß das Jahr mit einem kleinen Gewinn von 1,6% (USD) abschließen konnte.  Hier machten sich insgesamt das geringe Vorkommen von Germanium und die weiterhin steigenden Anwendungen positiv bemerkbar.  Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang bereits schon jetzt auf einen unserer nächsten Berichte aufmerksam machen, in dem wir uns dem Thema Germanium etwas genauer widmen werden.

Hafnium kann getrost als der Star des abgelaufenen Jahres bezeichnet werden.  Stetige Nachfrage der Nuklearindustrie sowie die Ankündigungen mehrerer Nationen ihre Energieversorgung auch langfristig durch Atomstrom sicher zu stellen sorgte im Vergleich zu den anderen Metallen bei kleiner Produktionsmenge für einen leichten Anstieg. Insgesamt verzeichneten wir einen Zuwachs in Höhe von ca. 5,84 % auf Dollarbasis.  

Die Zykliker Rhenium und Selen verloren ca. 19 % (Rhenium) und ca. 23 % (Selen).  Die Konjunkturabhängigkeit dieser Metalle scheint sich wiederholt zu bestätigen, da es auch an der Nachrichtenfront im Jahresverlauf kaum etwas zu berichten gab.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 1/2 - Keine Bewegung im Markt
In den ersten beiden Handelswochen 2013 wurden geringe Umsätze verzeichnet.  Auf Dollarbasis gab es keine Bewegung.  Auf Eurobasis sahen wir einiges an Bewegung. Der Umrechnungskurs bewegte sich zwischen 1,30 und 1,33 im Berichtszeitraum und ermöglichte gerade zum Ende der 2. KW gute Einstiegschancen.



© 2013 EUMEHA  Europäische Metallhandels GmbH - Bernd Limberg  - Bitte berücksichtigen Sie unsere Hinweise im Impressum.



Home | Über Uns | Produkte | News | Kontakt | Preise | Risikohinweise | Impressum | So funktioniert's