Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2012

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• Marktberichte Feb. 2012

Aktuelle Marktberichte EUMEHA Februar 2012

KW 8

Yttrium(oxid)– Ein leichtes oder schweres Seltenerdmetall?

Streng wissenschaftlich gesehen gehört Yttrium mit der Ordnungszahl 39 zu den leichten Seltenerdmetallen.  Was aber, wenn Yttriumoxid vom weltweit größten Produzenten (China) in der Zuordnung seiner Exportquoten auf einmal als schwere Seltene Erde bezeichnet wird? 

Es wäre abzusehen, dass die nochmalig eingeschränkten Exportquoten Chinas (2012) für schwere Seltene Erden mengenmäßig durch die Ausfuhr von Yttriumoxid hochgradig belastet würden.  Schlussfolgerungen für die Preisentwicklung von schweren Seltenen Erden und Yttriumoxid ziehen Sie bitte selbst.     

Yttrium wird hauptsächlich in Mineralerzen wie Monazit, Bastnäsit und Xenotim gefunden und durch aufwändige Verfahren getrennt bzw. reduziert.  Yttrium bzw. Yttriumoxid findet Verwendung in der Kfz-Technik und hier insbesondere in Zündkerzen, in Katalysatoren und der Abgasanlage (Lambdasonde).  Weitere Einsatzgebiete liegen in der Festigkeitssteigerung als Legierungszusatz und der Reaktortechnik sowie als stabilisierendes Element in künstlichen Gelenken und Prothesen. Das größte und wichtigste Anwendungsgebiet von Yttriumoxiden ist jedoch die Verwendung als Leuchtstoff zusammen mit z.B. Europium in Fernsehbildschirmen, Monitoren, LED und Brennstoffzellen.    

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 8 – Leichte Abschläge auf Dollarbasis (Ausnahme Yttriumoxid) – Die Zeit für Käufer?
Zum Wochenbeginn sahen wir leichte Abschläge bei Gallium, Germanium und Indium auf Dollarbasis.  Im Wochenverlauf gaben auch Europiumoxid und Neodymoxid leicht nach. Als positiven Ausreißer nach oben gibt es wiederum Yttriumoxid zu vermelden.  Insgesamt war der Betrachtungszeitraum eher ein Käufermarkt, da sich der gestiegene Außenwert des Euros positiv für industrielle Nachfrager und Investoren im Preisgeschehen ausdrückte.

KW 7

Was haben das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und die US-Notenbank gemeinsam?

Antwort:  Man weiß nicht so ganz, wo die Reise hingeht!

In der US-Notenbank stellen seit Anfang Januar 2012 die sogenannten „Tauben“ (Mitglieder des Offenmarktausschusses, die für eine Lockerung der Geldpolitik stehen) mit der Ernennung dreier neuer Mitglieder die Mehrheit.  Dies könnte darauf hindeuten, dass es im Jahr des Präsidentschaftswahlkampfes in den USA zu weiteren außergewöhnlichen Maßnahmen kommen könnte.  Beobachter sprechen von einem QE3 (Quantitative Easing 3) mit erheblichen Volumina, um die Wirtschaft zu stimulieren.  Man ist sich nämlich nicht sicher, dass sich das Wachstum des 4. Quartals in 2012 verstetigen könnte.  Die Vergangenheit hat aber eher gezeigt, dass die sogenannten quantitativen Maßnahmen nicht immer den gewünschten Effekt hatten, da die durch die Notenbanken locker gemachten Mittel zu Spekulationen in den Finanz- und Rohstoffmärkten einluden und so über Zweitrundeneffekte preistreibend – also inflationär - wirkten. 

Der Streit um die Kürzungen der Einspeisevergütungen für Solarstrom wirkt grotesk.  Ob die Kürzungen der Einspeisevergütung nun monatlich vorgenommen werden sollen, wie es Umweltminister Röttgen plant, oder ob man bei der halbjährlichen Kürzung bleibt, spielt unseres Erachtens keine große Rolle.  Wichtig hingegen sind der deutsche Stromnetzausbau von Norden nach Süden sowie die Integration moderner Speicherkapazitäten, um die gewaltigen Mengen an Ökostrom auch deutschlandweit nutzen zu können.  Die Innovationsfähigkeit der Solarbranche wird es in den nächsten Jahren ermöglichen – Prognosen gehen von 2017-2018 aus –, die Gestehungskosten von Solarstrom soweit zu verringern, dass sie denen konventioneller Energieerzeugung gleich oder sogar günstiger sind.  In der Solarbranche und der Windkraftanlagenindustrie finden Indium und Gallium sowie diverse Seltene Erden wie Neodymoxid, Dysprosiumoxid und Praseodymoxid Ihre Einsatzbereiche.         

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 7 – Moderate Preisentwicklung
Das Tempo der letzten Woche konnte nicht gehalten werden.  Insgesamt verzeichneten wir eine ruhige Woche mit leichten Aufschlägen auf US$-Basis für Indium und Yttriumoxid.  Alle anderen Metalle und Seltenen Erden tendierten seitwärts auf US$-Basis.  Somit spielte wieder einmal das Wechselkursverhältnis die entscheidende Rolle, ohne aber im Wochenvergleich über knappe 1% Zugewinn hinauszukommen.

KW 6

Abkommen mit Kasachstan - Merkels dubioser Rohstoff-Deal - Spiegel-Online

Menschenrechte hin – Seltene Erden her.  Hier mag jeder selbst urteilen.  Der Spiegelbericht zeigt jedenfalls deutlich, wie die Politik nunmehr die Versorgungslage der deutschen Wirtschaft mit Seltenen Erden einschätzt – äußerst kritisch. Im vergangenen Jahr explodierten die Preise für Seltene Erden nahezu, um dann zum Jahresende zurückzufallen.  Vorräte wurden aufgebracht, Investitionen in den Lageraufbau zurückgestellt, die Chinesen kappten zum Jahresende ihre Exportquoten für 2012 und unterscheiden nun erstmalig in den Quoten zwischen leichten seltenen Erden einerseits und mittleren und schweren seltenen Erden andererseits. Anfang letzter Woche scheint sich eine erhöhte Nachfrage nunmehr endgültig am Markt preislich auszuwirken. Die Preise für Seltene Erden zogen auf breiter Front (zwischen 5% und 30%) an.

Seltene Erden KW 6 – Preiserhöhungen auf breiter Front
Im gerade abgelaufenen Beobachtungszeitraum setzten sich Preiserhöhungen zum Wochenbeginn auf breiter Front durch.  Während sich Europiumoxid und Terbiumoxid jeweils zwischen 5-6% verteuerten, zog Gadoliniumoxid um knapp 14%  an und Dysprosiumoxid um satte  16%. Den „Vogel“ jedoch schoss Yttriumoxid mit einem Anstieg von über 30% ab.  Einziger Ausreißer war Neodymoxid mit einem Einbruch von knapp 15%. Praseodymoxid setzte seine Seitwärtstendenz fort. 

Technologiemetalle KW 6 – Hafnium der Wochengewinner
Bei den Technologiemetallen setzte sich die Seitwärtstendenz fort.  Wiederum dominierte im Beobachtungszeitraum die Entwicklung des Währungspaares EUR/US$.  Der Ausreißer ist Hafnium mit einem Plus von 7% zum Wochenbeginn.  Macht sich hier bereits Obamas Entscheidung neue Kernkraftwerke in den USA zu genehmigen bemerkbar?  Wusste hier jemand mehr als andere?  Die Neuigkeit verbreitete sich nämlich erst zur Wochenmitte.  Ein Schelm, der Böses dabei denkt!


KW 5 

Wie funktioniert eigentlich LED-Licht?

Licht emittierende Dioden (LED) sind mittlerweile strahlende Stars im Autouniversum. Warmweiße LED erreichen inzwischen Lichtleistungen von mehr als 100 Lumen je Watt (kaltweiße auch über 250) und können deshalb nun auch als Abblend- oder Fernlicht in PKW angeboten werden.  Sie ermöglichen zusätzlich eine variable Lichtverteilung und halten ein Autoleben lang. Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich ist die Hintergrundbeleuchtung von Flüssigkristallbildschirmen.  Hiermit lassen sich wesentlich geringere Bautiefen durchsetzen bei wesentlich geringerem Stromverbrauch.

LED erzeugen ihr Licht aus einer dünnen Kristallstruktur.  Bereits bei geringer Spannung gibt der Halbleiter Energie in Form von Licht ab. Die LED verbraucht wesentlich weniger Energie bei gleicher Lichtmenge, sie erzeugt weniger Wärme, ist unempfindlich bei Erschütterungen und hat somit eine hohe Lebensdauer.  

Bei der Herstellung und Entwicklung von LED wird hauptsächlich auf Gallium-Verbindungen (Galliumarsenid) gesetzt.  Die eingesetzten Werkstoffe ändern sich mit der Farbe der LED, sodaß auch häufig Indium-Verbindungen zum Einsatz kommen.    

Der Aufstieg der kleinen Strahler wird zukünftig ungebremst weitergehen.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 5

Das Preisgeschehen der abgelaufenen Woche wurde wie in den Vorwochen vornehmlich durch die Bewegeung des Währungspaares EUR/US$ bestimmt.  Allerdings scheint sich aus fundamentaler Sicht etwas Bewegung abzuzeichnen. Aus Investorensicht konzentriert man sich auf Indium, Gallium und Germanium.  Von Lieferantenseite wird kolportiert, dass verschiedene Metalle im Moment nicht vorrätig seien, jedoch seien diese bereits kontrahiert und mit Lieferung sei spätestens Ende Februar zu rechnen.  Auf Seiten der seltenen Erden gab es in den letzten Wochen wenig Bewegung.  Hier scheint sich aus technischer Sicht die Bodenbildung fortzusetzen bzw. langsam dem Ende entgegen zu gehen. 

Im Hinblick auf die von uns hier vor 2 Wochen angesprochene Studie des US-Energieministeriums wurden wir von einem Investor angesprochen, ob wir hier nicht ein Forum für den Austausch von Marktmeinungen einrichten wollten.  Leider sehen wir uns derzeit nicht in der Lage diesem Wunsch nachzukommen, wollen Ihnen aber gleichzeitig nicht seine Meinung vorenthalten und bedanken uns auf diesem Wege für die freundliche Anregung. Besagter Investor ist der Ansicht, dass auf derzeitigem Preisniveau eine Investition in Yttriumoxid sinnvoll und ökonomisch vertretbar sei. Er spielt mit dem Gedanken, ein Originalgebinde Yttriumoxid (50 kg Fass) zu erwerben, da der Kapitaleinsatz (derzeit < € 4.500,--) für ihn überschaubar sei.

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