Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2013

Alle Marktberichte

Aktuelle Marktberichte EUMEHA Februar 2013

 

KW 9

Über „Clowns“, SPD-Kanzlerkandidaten und die wiederkehrende EURO-Krise

Italien hat gewählt – Der knappe Wahlsieger erhält über das Wahlrecht eine Mehrheit im Parlament, aber nicht im Senat. Die „Clowns“ erringen mit jeweils fast 30% erhebliche Stimmenanteile und die EURO-Krise erfährt dadurch eine rasante Wiederkehr.  Die Renditen der Staatsanleihen der Krisenländer steigen nach dem Wahlergebnis rasant. Der SPD-Kanzlerkandidat spricht Vielen aus dem Herzen, disqualifiziert sich aber als Staatsmann.

Was reitet Peer Steinbrück?  Ein Staatsmann zeichnet sich durch ein Gespür aus, das Richtige zum richtigen Zeitpunkt zu sagen.  Dieses Gespür scheint Peer Steinbrück nicht zu haben.  Jedenfalls macht ein Maßanzug noch keinen Staatsmann aus.  Mit seinen Aussagen über die „Clowns“ spricht er vielen Menschen aus dem Herzen, aber staatsmännisch hat er umgehend die Quittung durch den italienischen Präsidenten bekommen.  Man muss sich schon die Frage stellen, ob Peer Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidat nach diesem wiederholten Faux-Pas noch als SPD-Kanzlerkandidat haltbar ist.

Das Wahlergebnis in Italien ist alles andere als klar.  Es zeigt, dass die Wahlverdrossenheit und die Unzufriedenheit mit dem bestehenden System hoch waren.  Ein Clown holt aus dem Stand fast 30% der Wählerstimmen – er vereint Menschen hinter sich, die mit dem bestehenden Politik-System mehr als unzufrieden sind, die dem Mitte-Links-Bündnis und den Versprechungen des anderen Clowns kein Vertrauen mehr schenken.  Dies sollte Warnung genug an alle sein.  Umso mehr, als sich das böse Gesicht der EURO-Krise umgehend wieder an den Märkten für europäische Staatsanleihen zeigte. Sofort nach der Wahl schnellten die Renditen der Staatsanleihen der Krisenländer in die Höhe während die Renditen für Bundesanleihen auf Talfahrt gingen.  Und da war sie wieder, die Krise. 

 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 9 - Rhenium, Europium-, Terbium- und Neodymoxid schwächer – Starker Dollar kompensiert EURO-Anleger
Rhenium, Europium-, Terbium- und Neodymoxid wurden in der abgelaufenen Woche auf Dollarbasis zurückgenommen – alle anderen gleichbleibend.  Kompensiert wurde der Rückgang durch den im Vergleich zur Vorwoche erstarkten US-Dollar.  Die Wahl in Italien läßt grüßen.  Profitieren hiervon konnten natürlich bereits investierte Anleger, deren Investments sich durch den schwächeren EURO verteuerten.

 

KW 8

Auch wir machen zu den Feierlichkeiten des chinesischen Neujahrsfest eine Pause und sind nächste Woche wieder wie gewohnt mit unserem Marktbericht dabei

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 8 - Tendenz seitwärts - Tellur verliert stark.
Es hat geknallt bei Tellur.  Ein Überangebot an Tellur drängt plötzlich in den Markt und läßt die Preise purzeln.  Zum Hintergrund erwarten wir in den nächsten Tagen weitere Nachrichten und halten uns deshalb mit einer Kommentierung vorerst zurück.  Ansonsten blicken wir auf eine ruhige Handelswoche mit geringer Nachfrage während der Feierlichkeiten zum chinesichen Neujahrsfest zurück.

 

KW 7

Hohe Kosten belasten Produzenten!     Viele Explorationsunternehmen vor dem Aus!

So oder ähnlich ist die Lage bei den vielen neuen Explorationsvorhaben.  Vor gut einem Jahr haben wir schon einmal darauf hingewiesen, dass von den derzeit laufenden Vorhaben im Endeffekt nur sehr wenige jemals zur Produktionsreife gelangen werden. 

Woran liegt dies im Einzelnen?  Die Antworten sind simpel und teilweise nur allzu menschlich.

- Hohe Treibstoffkosten - in unbesiedelten Gebieten, wo keine Stromleitungen liegen, muß alles mit Generatoren laufen.  Ein hoher Öl- bzw. Dieselpreis läßt grüßen.

- Personalmangel - gut ausgebildete Ingenieure oder Geologen sind ein Manko weltweit.  Vor Allem dann, wenn die Vorhaben in unbesiedelten Gebieten liegen.  Wer ist scharf darauf, sich bei permanenten Minusgraden zu beweisen.  Diese Situation treibt die Personalkosten enorm in die Höhe.

Aus gut informierten Kreisen haben wir erfahren, dass manches Vorhaben gerade noch laufende Kosten für 12 Monate decken kann.  Da viele Technologiemetalle nur als Nebenprodukte bei der Gewinnung von Industriemetallen wie Kupfer und Nickel anfallen, kann man sich vorstellen, dass bei der Einstellung von Explorationsvorhaben gleich größere Mengen aller Metalle dort bleiben, wo sie derzeit sind.  Nämlich tief in der Erde.  Neue Erkenntnisse wird sicherlich die Anfang März stattfindende Rohstoffkonferenz in Toronto bringen.  Ersten Meldungen zufolge bleiben dort in diesem Jahr wohl einige Stände leer.  

 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 7 - Tendenz seitwärts - Leichtes Überangebot an Rhenium liegt im Markt
Rhenium verliert leicht.  Hier lastet ein leichtes Überangebot auf dem Markt. Ansonsten pure Ruhe, keine Bewegung zum chinesischen Neujahrsfest.

 

KW 6

Strategische Reserven  - Gold, Silber, Strategische Metalle und Seltene Erden

In der letzten Ausgabe des Gold- und Rohstoffreports (BörseGo vom 31.01.2013) berichtet der Autor Jochen Stanzl von mutmaßlichen Goldkäufen der chinesischen Regierung über die letzten Jahre - ggf. mit dem Ziel eine goldgedeckte Währung zu schaffen.  Möglich wäre dies durchaus.  Die chinesiche Regierung verfügte Ende 212 über mehr als 3 Billionen USD Devisenreserven.  Wir halten dies jedoch nur für einen Teil eines Planes, strategische Reserven in Edemetallen, Strategischen Metallen (Techngiemetallen) und Industriemetallen aufzubauen.  Über Sinn und Zweck mag man streiten und mutmaßen.  Ob es Teil einer Strategie der möglichst vollumfängichen Deckung einer eigenen Währung ist oder vordergründig der Versorgungssicherheit der eigenen Industrie dient.  Was spiet es für eine Rolle?  China hält Devisenreserven in ungaubicher Höhe - und zum großen Teil im US-Dollar.  Es kann einem schwindelig werden, ob der Höhe der Reserven.  Es sollte aber mitterweile auch dem letzten Kenner der Materie aufgegangen sein, dass durchaus die Mögichkeit besteht, dass der Greenback am Ende noch nicht einmal das Papier wert sein könnte, auf dem er gedruckt ist.  Wohl dem, der sich im Vorfeld Gedanken über den Wert von Papierforderungen macht.  Hier scheint aus unserer Sicht Chinas Weitsicht anzusetzen.  Man sollte sich nicht wundern, wenn die Volksrepubik in Zukunft bekannt gibt, dass sie erhebliche strategische Reserven in den o.g. Metallen und Seltenen Erden aufgebaut und im Umkehrschuss sich also von Devisenreserven - Papierforderungen - in erheblichem Umfang getrennt habe.  Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 6 - Indium glänzt - Metalle und Seltene Erden ansonsten mit Gewinnen und Verlusten - Starker Dollar
Indium steigt um satte 15% auf Dollar-Basis.  Mit einem kleinen Anstieg war Gallium dabei, Tellur, Dysprosiumoxid und Gadoliniumoxid gaben nach.  Der feste US-Dollar sorgte außerdem für eine freundliche Tendenz bei den Preisen zum Wochenausklang. Mal sehen was das chinesische Neujahrsfest demnächst bringt.

 



© 2013 EUMEHA  Europäische Metallhandels GmbH - Bernd Limberg  - Bitte berücksichtigen Sie unsere Hinweise im Impressum.



Home | Über Uns | Produkte | News | Kontakt | Preise | Risikohinweise | Impressum | So funktioniert's