Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2012

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Aktuelle Marktberichte EUMEHA März 2012

KW 13

Die USA, die EU und Japan verklagen China vor der Welthandelsorganisation – Teurer Zugriff auf Seltene Erden – Künstliche Verknappung durch China…….

Beide Seiten sehen sich natürlich im Recht.  Die USA klagen darüber, dass die Chinesen große Mengen an Seltenen Erden vom Weltmarkt zurück hielten und den Rest der Welt somit zwingen würden, geringes Angebot zu hohen Preisen zu akzeptieren. Die Chinesen ihrerseits beharren darauf, dass die Rücknahme der Exportquoten seit 2009 dem Umweltschutz und der Versorgung der eigenen Wirtschaft mit knappen Ressourcen dient.  Auch hier noch einmal der Hinweis, dass China 30% der weltweiten Mineralienreserven an Seltenen Erden hält, aber zur Zeit Hauptproduzent derselben mit über 95% ist.  Sollte sich nun innerhalb von 60 Tagen kein Verhandlungsergebnis abzeichnen, wird der Fall einem Ausschuss übergeben, der in der Sache selbst entscheidet.

Wir sind jedoch der Meinung, dass es zu einem Verhandlungsergebnis kommen wird.  Die Möglichkeit einer Klage wurde sehr häufig im Vorfeld erwähnt.  In weiser Voraussicht haben die Chinesen die Preiszügel in den letzten Monaten schleifen lassen.  Der Preisverfall bei einigen Seltenen Erden in den letzten 6-8 Monaten deutet unserer Ansicht klar darauf hin und könnte der westlichen Welt die Argumentationsbasis nehmen.  Ebenso sind wir der Ansicht, dass der US-Präsidentschaftswahlkampf eine Rolle spielt und Präsident Obama versucht, sich als Hardliner im Handelsstreit mit China zu profilieren.  Da die westliche Welt aber diese Rohstoffe zur Verwirklichung ihrer Energiestrategien braucht und die Chinesen ihre Absatzmärkte erhalten müssen, dürfte einer Einigung im Vorfeld einer WTO-Entscheidung nichts im Wege stehen.  Für beide Seiten steht zu viel auf dem Spiel!

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 13 - Nicht viel los! Leichte Aufschläge

Im Vergleich zur Vorwoche verzeichneten Gallium, Indium und Gadoliniumoxid leichte Aufschläge auf Dollarbasis.  Insgesamt sahen wir jedoch eine relativ ruhige Woche bezüglich der Preisentwicklung bei Seltenen Erden und Technologiemetallen, obwohl die Nachrichtenlage aus China auf steigende Nachfrage in mehreren Segmenten hindeutet.

KW 12

"Bundesbank verharmlost eine finanzielle Atombombe" (Quelle: Welt-Online)

Steuerzahlerbund warnt vor einer finanziellen Atombombe.

Liebe Leser unseres Markberichtes,

anstelle einer Metallvorstellung oder Informationen über sonstige technische Entwicklungen im Bereich des High-Tec-Metallmarktes halten wir es auch heute wieder für sinnvoll, Sie auf Entwicklungen geopolitischer Natur aufmerksam zu machen.  Seit einiger Zeit weist bereits IFO-Präsident Hans-Werner Sinn auf die Gefahren des TARGET 2 – Zahlungssystems und der aufgelaufenen Forderungssalden der Zentralbanken untereinander hin – teils um belächelt zu werden, teils auch um als ewiger Kassandra-Rufer bezeichnet zu werden.  Nun schlägt auch der Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. „Alarm“.  Spät, aber heftig.

Ein äußerst interessanter Bericht, der uns aufzeigen könnte, wo die Reise hingeht.  Urteilen Sie selbst!

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 12 - Uneinheitlich

Im Vergleich zur Vorwoche blieben die Technologiemetallpreise auf Dollarbasis unverändert.  Bei den Seltenen Erden gab es vereinzelte Verlierer.  Neuigkeiten von den Metallmärkten lagen nicht vor – per Saldo eine ziemlich ruhige Woche!


KW 11

Indium– der (fast) Alleskönner – Wann ist dieses Metall aufgebraucht?

Haben Sie die Schlangen vor dem Apple-Store in der Frankfurter Freßgass zur Einführung des neuen iPad 3 gesehen?  Wahrscheinlich nur vorm Fernseher. Die Meldungen in den Radios und Online-Diensten waren voll davon.  Das gleiche Bild in anderen Städten weltweit.   Und in jedem Bildschirm der neuen Generationen steckt Indium-Zinn-Oxid.  Eine chemische Verbindung, die den Vorteil hat, dass sie transparent ist.  Die Verbindung wird nur in kleinen Mengen eingesetzt, sodass Recycling alter Bildschirme sehr aufwendig und energieintensiv ist, sofern sie denn auch in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden.

Wo wird Indium noch eingesetzt?

Neben dem Einsatz in den o.g. Apple-Produkten kommt Indium generell in Touchscreens, in Flachbildschirmen (LED und LCD), Leuchtdioden, Telefondisplays, bei Spezialbeschichtungen und vor allem bei der Beschichtung von Dünnschichtsolarzellen zum Einsatz.  In 2011 wurden weltweit alleine über 1,5 Milliarden Mobiltelefone verkauft.  Eine schier unvorstellbare Zahl – denken Sie jetzt einmal an die Massen Flachbildschirme, die in unserem Leben Einzug gehalten haben!

Wie hoch ist die Jahresproduktion von Indium und wie wird es gewonnen?

Nach unseren Informationen beträgt die Neuproduktion (2010) ca. 600 – 800 Tonnen.  Dem steht ein Verbrauch > 900 Tonnen entgegen.  Vorerst lassen wir bei unserer Betrachtung Recyclingmaterial außer Acht, da dieses vollständig verbraucht wird.  Indium wird als Nebenprodukt/Spurenelement in Zinkerzen und gelegentlich auch bei der Bleiproduktion gewonnen.  Das Vorkommen beträgt 1-100 ppm (parts per million) – vollkommen unökonomisch für den Abbau in reinen Indium-Minen.  Jedes Jahr werden somit Reserven aufgebraucht.

Recycling und Substitution!

Häufig wird als Argument vorgetragen, dass die Unmengen an Bildschirmen und Displays auch irgendwann über Recycling in den Kreislauf zurückkämen und somit das Material wieder verfügbar wäre. „Richtig, aber…“ – lautet die Antwort. In den üblichen Bildschirmen werden 0,5 – 2 Gramm Indium-Zinn-Oxid verarbeitet. Steigende Energiekosten machen die Rückgewinnung kleiner Mengen zunehmend unattraktiv und unrentabel. Substitution wird ebenfalls häufig als Gegenargument zur Verknappung genannt. Es gilt als sicher, dass die Forschung und Unternehmen an Ersatzmaterialien arbeiten. Die Erfolge dieser Anstrengungen sind jedoch zu vernachlässigen. Es gibt Ersatzmaterialien, die jedoch, wenn es um die Performance geht, zu nicht vergleichbaren Ergebnissen führen. Außerdem basieren diese Substitute ebenfalls auf Materialien, die weltweit rar sind.

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 11 - Leichtere Notierungen mit Ausnahmen

Auch in KW 11 verzeichneten wir leichtere Notierungen bei den Technologiemetallen und Seltenerdoxiden, die bereits in den letzten Wochen betroffen waren.  Bei den Seltenerdoxiden sind wir im Preisniveau nun leicht unter den Januarkursen, die Kursgewinne vom Februar sind somit leider wieder dahin.  Entgegen dieser Tendenz hielten sich wie in der Vorwoche Rhenium, Hafnium und Yttriumoxid im Beobachtungszeitraum auf den gerade erst oder bereits seit längerem erreichten hohen Niveaus.

 

KW 10

„Was machen EZB (2) ?!?!“

Nun melden sich auch hochkarätige Kommentatoren in Bezug auf die Flutung der Finanzmärkte mit billigem Zentralbankgeld zu Wort (siehe auch Kommentierung KW 9 unten).  Ex-Bundesbankpräsident Helmut Schlesinger wird von dpa-AFX wie folgt direkt oder indirekt zitiert:

EZB-Geldflut erinnert an "Kriegsfinanzierung"

Schlesinger sagte, die Notenbankbilanz habe sich innerhalb kurzer Zeit von einer auf drei Billionen Euro verdreifacht. "Das sind Dimensionen, die eher an die Kriegsfinanzierung erinnern. Damals hat sich die Bilanzsumme verzehnfacht." Er kritisierte vor allem die allzu großzügige Haltung der EZB gegenüber den Geschäftsbanken. "Die Banken werden mit Geld regelrecht überschüttet und können sich sehr wohlfühlen."

Den Artikel auf T-Online finden Sie hier.

Ist dies das Handeln eines geldpolitischen Stabilitätsankers? Oder sehen wir mit dieser Art großzügiger Liquiditätshilfen und zinsgünstiger Kredite die Vorboten einer kommenden Inflation?  Mit dem jahrzehntelangen stabilitätsorientierten Handeln der Bundesbank hat es jedenfalls sehr wenig zu tun.

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 10 - Leichtere Notierungen

Im Wochenvergleich sahen wir ein ähnliches Bild wie in der vergangenen Woche.  Zur Zeit gleicht die industrielle Nachfrage die gesteigerten Förderkapazitäten noch nicht ganz aus. Auch von Investorenseite sehen wir leichte Zurückhaltung, da der typische Käufer in steigende Kurse hinein kauft.  Wohl dem, der jetzt wieder erste Positionen aufbaut.  Entgegen den Entwicklungen der letzten Wochen halten sich Rhenium, Hafnium und Yttriumoxid auf den gerade erst oder bereits seit längerem erreichten hohen Niveaus.

KW 9

„Was machen EZB?!?!“

Dieses abgewandelte Zitat eines berühmten ausländischen Fußballlehrers nehmen wir hier einmal zum Anlass, um die Rolle der Europäischen Zentralbank während der letzten Wochen zu untersuchen. Vorweg möchten wir unseren Lesern mitgeben, dass wir uns in unserem Marktbericht generell als neutrale Kommentatoren des Geschehens sehen.  Leider ist dies nicht immer möglich, da gewisse Entwicklungen durchaus gravierenden Einfluss auf unser aller Schaffen und Dasein haben können.

Schlagworte wie „Schuldenschnitt“, „Collective Action Clauses“, „Hilfsprogramme“ und „Staatsbankrott“ dominieren seit einigen Tagen die Diskussion um Griechenlands Schulden in den Medien.  Wesentlich geringere mediale Aufmerksamkeit wurde hingegen 2 durchaus bemerkenswerten Ereignissen im direkten oder indirekten Zusammenhang geschenkt.  Beide betreffen direkt oder indirekt die Europäische Zentralbank (EZB).  

Die EZB hat durchgesetzt, dass sie von einem Forderungsverzicht gegenüber Griechenland ausgenommen wird! Wie funktioniert das?     Ganz einfach:  Die von Zentralbanken des Eurosystems erworbenen griechischen Staatsanleihen wurden vor dem Schuldenschnitt ganz einfach in neue Anleihen mit anderer Wertpapierkennnummer getauscht.  Wird hier  mit ziemlicher Unverfrorenheit  ein Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Gläubigern  gelebt? Wir überlassen es ihnen, lieber Leser, sich eine Meinung darüber zu machen. 

Beim 2. Ereignis – dem zweiten Dreijahrestender innerhalb kürzester Zeit – teilte die EZB den Geschäftsbanken die nahezu unfassbare Liquiditätssumme in Höhe von 529,5 Milliarden EURO zu.  Angeblich um eine Kreditklemme im Euroraum zu verhindern.  Wo diese Summen hinlaufen werden ist uns bereits jetzt klar.  Der Großteil wird wieder in die Finanzmärkte und dort insbesondere in Staatsanleihen investiert werden mit dem Vorteil, dass die EZB keine Staatsanleihen mehr aufzukaufen braucht und sich die Zinskurven für die bonitätsmäßig schlechteren Euroländer wieder normalisieren.  Die verbleibende Restsumme wird mit Sicherheit  aber langfristig auch in andere Vermögensklassen wie Rohstoffe investiert werden.  Die Vorboten der Inflation lassen grüßen.  Urteilen Sie selbst! 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 9

Im Wochenvergleich sahen wir Abschläge bei Gallium, Germanium, Indium und Tellur.  Das gleiche Bild bei den Seltenen Erden.  Leichte Abschläge verzeichneten Europiumoxid, Terbiumoxid, Dysprosiumoxid, Neodymoxid und Praseodymoxid während Yttriumoxid und Gadoliniumoxid auf den jeweils in den Vorwochen erreichten Niveaus verharrten.  Die Informationen, die wir aus China erhalten deuten darauf hin, dass es zur Zeit ein leichtes Überangebot von Indium und Gallium im unteren Reinheitssegment gebe.  Dieses Überangebot könnte sich noch über einige Wochen hinziehen.  Bei den Seltenen Erden sehen wir derzeit noch keine Anzeichen für eine Trendbewegung nach oben oder nach unten.  Seit Ende 2011 hat sich auf Dollarbasis nicht viel bewegt im Vergleich zum Jahresverlauf 2011. 



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