Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2012

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Aktuelle Marktberichte EUMEHA April 2012


KW 17

Warum die Preise für Technologiemetalle auf lange Sicht steigen!

Lassen Sie uns hier eine wenn auch ungewöhnliche Analogie ziehen – einen kleinen Exkurs in die Geschichte!

Im Mai 2000 trennte sich BMW von seinem Milliardengrab Rover in Großbritannien.  Ein Aufschrei hallte durch das Vereinigte Königreich – Drohungen in Richtung München, Boykottaufrufe zum Kauf von Produkten der Marke BMW gab es zuhauf.  Im Ergebnis: „Viel heiße Luft.“  In jener Zeit las ich eine sehr treffende Analyse der Situation in einer angesehenen britischen Tageszeitung.  Die Autorin befasste sich mit der traurigen Situation der Arbeiter und den Boykottaufrufen und kam zu dem bemerkenswerten Schluss:

„This is not going to work – simply, because we all want one!“

Heutzutage nehmen rund 15 - 20% der Weltbevölkerung am täglichen Leben in den Konsumtempeln westlichen Stils teil.  Viele von uns besitzen ein Smartphone, einen LED- oder LCD-Fernseher, Flachbildschirme, Photovoltaikanlagen, Laptops,  usw… Diese Dinge sind Teil unseres Lebens geworden und die meisten von uns wissen nicht, dass gerade Technologiemetalle und Seltene Erden uns die Nutzung dieser Techniken ermöglichen.  Gallium, Indium, TellurEuropiumoxid, Terbiumoxid und Yttriumoxid als Beispiele sind unsere täglichen Begleiter. 
Die aufstrebenden Mittelschichten in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) positionieren sich gerade, um mit Macht zu „Konsumenten“ zu werden.

Was werden sich diese Menschen anschaffen? 

Smartphones, Flachbildschirme, Laptops etc… – Hochtechnologie also!

„Simply, because they all want one!“

 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 17 – Ruhige Handelswoche

Die Berichtswoche verlief ruhig, da wir in China vor 3 Feiertagen stehen.  Nur Europiumoxid verbuchte einen leichten Rückgang.  Gerüchteweise hören wir aus der Volksrepublik, dass sich die Preise für Seltenerdoxide nach diesen Feiertagen erhöhen sollten.  Nächste Woche sind wir weiser.

KW 16

Die Dilettanten sitzen auf den Regierungsbänken unserer Parlamente und wohl auch bei der Bundesbank! 

Däubler-Gmelin kündigt Verfassungsklage an (Quelle: FAZ)

In den letzten Jahren ist es in Mode gekommen, Gesetzte schnell und ggf. durch Dritte (z.B. bezahlte Externe in den Ministerien) zu entwerfen, diese durch die Parlamente zu jagen, um sie nach bereits angekündigter Verfassungsklage der Opposition durch das Verfassungsgericht endgültig entscheiden zu lassen.  Dies an sich ist bereits ein Armutszeugnis für unsere Politik.  „Nichts gelernt!“ würde der vernünftige Mensch sagen.  Die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben – „ESM und Fiskalpakt“.  Und zu Recht regt sich Widerstand – Lesen Sie selbst!  Die Verträge werden in erster Lesung beraten, obwohl die endgültigen Fassungen noch nicht vorliegen.  Leider muss man in solchen Fällen den meisten unserer gewählten Vertreter unterstellen, dass sie die Ausmaße Ihrer Entscheidungen nicht verstehen oder abschätzen können und durch ihre Fraktionsspitzen als „Stimmvieh“ missbraucht werden.

Bundesbank wegen "Target" angezeigt (Quelle: FAZ)

„Der Münchner Wirtschaftsstrafrechtler Bernd Schünemann hat den Vorstand der Bundesbank wegen Untreue angezeigt“.  Diese Meldung allein sollte uns allen schon die Sorgenfalten auf die Stirn treiben.  Wird hier unser Wohlstand sinnlos verpulvert? 

Es ist nicht die Tatsache, dass die Bundesbank Forderungen gegen Dritte und hier insbesondere andere Zentralbanken des Euro-Raumes oder gegen die EZB hat, sondern die schiere Summe der Forderungen – 600 Milliarden Euro.  Eine Dimension ungeheuren Ausmaßes.

Was hat dies mit einer Anlage in Technologiemetallen oder Seltenen Erden zu tun?

Wir sind der Ansicht, dass diese Politik und das Öffnen der Schleusentore – also die Flutung der Finanzmärkte mit billigem Geld – sowie die angesprochenen „Rettungsaktionen“ des Euro-Währungssystems zu einer stetigen Flucht aus Papiergeld in Sachanlagen und langfristig zu steigenden Kursen führen wird. 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 16 – Teilweise leichte Rücknahmen – ansonsten gleichbleibend

Gallium, Europiumoxid, Yttriumoxid und Dysprosiumoxid verzeichneten leichte Rücknahmen.  Die Ausnahme war Germanium mit einem etwas deutlicheren Abschlag. Alle anderen Preise blieben stabil auf Dollarbasis. Ansonsten wiederum eine ruhige Handelswoche.
 

KW 15

EZB läßt sich nicht lumpen und deutet Anleihekauf an:

EZB stellt Bazooka-Einsatz in Aussicht (Quelle: dpa-AFX, t-Online)

Wieder einmal scheint das bisher ausgepackte geldpolitische Instrumentarium der EZB nicht auszureichen, um die Finanzmärkte zu beruhigen.  Die Wirkung des kürzlich aufgelegten Drei-Jahrestenders der EZB scheint langsam zu verpuffen, die Anleihe-Renditen der Krisenländer sind wieder im Steigen begriffen und schon ist von neuen Maßnahmen die Rede.  Zumindest werden sie rhetorisch in der bekannten Art und Weise vorbereitet:  In der Hoffnung, dass man diese Maßnahmen nicht zum Einsatz bringen muss und die Märkte sich beruhigen, wird ein Direktoriumsmitglied vorgeschickt und gibt Hinweise auf das zur Verfügung stehende Instrumentarium. Leider lassen sich die Märkte heutzutage nicht mehr so schnell beruhigen.  Die Rhetorik wird stumpf bleiben.  Der nächste Anleihekauf deutet sich an.

Wieviele Anleihekäufe und Megatender der EZB stehen noch aus?  Auf diese Frage haben wir keine Antwort.  Sicher ist nur, dass sobald die EZB Staatsanleihen aufkauft, die Druckerpresse in Gang kommt.  Wirtschaftliche Vorgänge und Wohlstand entstehen anders.  Das zusätzliche Geld im Umlauf wird früher oder später inflationär wirken. Nämlich dann, wenn es auf die Gütermärkte trifft.   Beste Beispiele sehen wir bereits jetzt an unseren Zapfsäulen.  Spätestens mit den zu erwartenden Zweitrundeneffekten z.B. bei den Tarifverhandlungen dreht sich die Preisspirale nach oben.
 
Aber auch hier gilt:  Urteilen Sie selbst!
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 15 - Gleichbleibend

In einer sehr ruhigen nachösterlichen Handelswoche ergaben sich keine Preisänderungen bei Seltenen Erden und Technologiemetallen auf US$-Basis.  Leichte Veränderungen also nur auf Euro-Basis.  Preisbeeinflussende Nachrichten – Mangelware.

KW 14

„Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl“ (A.Möller)

Liebe Leser unseres Marktberichtes,
auf geht es ins lange Osterwochenende mit einem allseits bekannten Schmankerl des berühmten Frankfurter Philosophen Andreas Möller. 

Anstatt Sie in dieser verkürzten Woche mit geopolitischen Themen, Metallvorstellungen oder wissenschaftlichen Beiträgen zu beglücken, wollen wir Sie gerne mit einigen rhetorischen Höchstleistungen unserer Fußballkicker ins lange Osterwochenende schicken:

Fußballerzitate (ein herzliches Danke Schön an Dirk Storck und seine www.blutgraetsche.de)

Ein durchaus amüsanter und erheiternder Kontrast, wenn man das sonstige Umfeld betrachtet.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 14 - Seltene Erden – aufwärts auf breiter Front

Zur Wochenmitte legten die Seltenen Erden auf breiter Front auf US$ - Basis zu.  Von  Europiumoxid mit knapp unter 3% Zuwachs bis hin zu Neodymoxid mit satten 8,75% gab es Erholungen auf breiter Front.  Als einzige Ausnahme verblieb Dysprosiumoxid auf dem Niveau der Vorwoche.  Bei den Technologiemetallen verzeichneten Gallium, Germanium und Hafnium leichte Aufschläge zur Wochenmitte. Zum Ende der Woche konnten die Preise gehalten werden.

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