Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2013

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Aktuelle Marktberichte EUMEHA April 2013

KW 16

Edelmetalle brechen dramatisch ein - Technologiemetalle bleiben fest - Seltene Erden mit Verlusten 

Im Zuge „schlechter“ BIP-Daten aus China verzeichneten Seltene Erden größere Verluste. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die gemeldeten Daten aus China jedoch statistisch und tatsächlich gesehen als hervorragend.  Der Wachstumstrend schwächt sich ab, die Basis bleibt jedoch erhalten.  Man sattelt nicht mehr zweistellig drauf, sondern nur noch 7+% p.a.  Was für ein Luxusproblem?

Technologiemetalle halten das Preisniveau – dies ist die positive Nachricht der vergangenen Woche.

Wir erlauben uns für den Edelmetallmarkt unsere eigene Meinung:  Es mag kurz- und mittelfristig noch tiefer gehen!  Zwangsliquidierungen und Herdentrieb spielen hier womöglich größere Rollen.  Jedoch spielen die westlichen Notenbanken (die US-Fed, die Bank of England  und die EZB) sowie die japanische Zentralbank ein Spiel mit dem Feuer. Sie steigern nach wie vor die Geldmengen in ihren Heimatmärkten enorm und befeuern somit langfristig inflationäre Tendenzen.  Die Krise ist noch längst nicht ausgestanden.

 

KW 15

Das Siechtum bei Seltenen Erden - Ist ein Ende in Sicht? 

Nach dem parabolartigen Preisanstieg der Seltenen Erden in 2010 bis Mitte 2011 sehen wir seither einen anhaltenden Preisverfall. Unterbrochen wurde der Trend kurzfristig zu Beginn des Jahres 2012 um dann wieder auf Tauchstation zu gehen.  Wir sind immer noch eine weite Strecke entfernt vom Ausgangspunkt der damaligen Rallye, jedoch wirkt der Zeitraum über den sich der Abstieg vollzieht demoralisierend auf Händler und Investoren.  Fast alle Gelehrten und Analysten riefen damals das goldene Zeitalter der Seltenen Erden aus.  Dass damit auch der Nährboden für illegale Produktion in China gelegt wurde, der einen Schweinezyklus befeuerte, an dem wir immer noch zu knabbern haben, wurde von vielen Kennern des Marktes verdrängt – die Anwendungsgebiete Seltener Erden wuchsen ja ebenfalls exponential. 

Auf der anderen Seite sind wir der festen Überzeugung, dass der Handel und die Produktion Seltener Erden vor Allem staatlichen Eingriffen und staatlicher Kontrolle unterliegen.  Die Volksrepublik China hat immer noch ein Quasi-Monopol bei der Produktion. Zugegebenermaßen scheinen sich dort Probleme mit der Eindämmung der illegalen Produktion zu ergeben.  Doch spielt dies den Behörden nicht auch in die Karten? Preise sinken durch illegale Exporte. Den Effekt spüren die nach westlichen Standards produzierenden Unternehmen, die gerade jetzt zur Produktionsreife kommen und deren Kalkulationen noch auf wesentlich höheren Marktpreisen beruhten.  Außerdem könnte dadurch die Klage westlicher Industrienationen vor der WTO gegen die VR China im Sande verlaufen.  Da wir auch schon des Öfteren mit unseren Preisprognosen auf der falschen Seite gelegen haben, enthalten wir uns einer Kommentierung des zukünftigen Preisgeschehens. Aber auch hier gelten alten Weisheiten wie: „Wenn jeder denkt, es wird noch schlimmer kommen, ist die Wende zum Guten nah.“  oder auch „Es ist noch viel Platz nach unten!“

Uns würde es jedenfalls nicht wundern, wenn der eine oder andere größere Händler/Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt wurde oder werden könnte und mit vollen Lägern in Schwierigkeiten geriete.

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 15 – Metalle im Wochenvergleich relativ behauptet -  Seltene Erden schwächer  

Metalle geben aufgrund eines schwächeren Dollars leicht nach.  Seltene Erden sind wiederum schwächer im Markt.  Zur Zeit vermerken wir kaum nennenswerte industrielle Nachfrage. 

 

KW 14

Kanadische Minenbranche steht vor großen Herausforderungen - Mit Einfluss auf Technologiemetalle und Seltene Erden

Aufgrund der hohen Metallpreise der letzten Jahre wurde die Exploration neuer Vorkommen enorm vorangetrieben.  Allerdings wurden auch die bekannten Vorräte ausgebeutet.  Die Reserven an Kupfer und Gold legten erheblich zu, während die Reserven an Silber, Blei und Zink teilweise dramatisch um über 90% seit den 80er Jahren abgenommen haben. 

2011 und 2012 scheint Kanada der weltweit wichtigste Investitionsstandort für Explorationsvorhaben gewesen zu sein.  Man spricht von Investitionen jeweils jenseits der 3- bzw. 4-Mrd. $-Marke.  Allerdings wird das Investitionsumfeld derzeit deutlich schlechter.  Mit der Zunahme der Investitionen auf Rekordniveaus fallen die Explorationsergebnisse einzelner Unternehmen auch entsprechend schlechter aus, denn nicht jedes Vorhaben bringt die gewünschten Ergebnisse.  Wir sind der Überzeugung, dass sich dies auch direkt oder indirekt negativ auf die erwartete Fördermenge von Technologiemetallen als Nebenprodukt und Seltenen Erden auswirken wird, da wir damit rechnen, dass diverse Vorhaben demnächst eingestellt werden.  Von ersten Indikatoren hatten wir bereits berichtet. Die Kassen einiger Explorationsunternehmen reichen dem Vernehmen nach nur noch um laufende Ausgaben bis zum Jahresende stemmen zu können.  Ob damit jedoch kurzfristig Preisauftrieb bei den zur Zeit siechenden Seltenen Erden zu erwarten ist, bleibt zu bezweifeln.  Mehr dazu nächste Woche.


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