Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2012

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Aktuelle Marktberichte EUMEHA Mai 2012


KW 22

Warum Technologiemetalle und Seltene Erden?

In den vergangenen Wochen haben wir unsere Kunden nach ihrer Motivation befragt, warum sie Technologiemetalle und/oder Seltene Erden kaufen.  Die Ergebnisse sind keine Sensation – die Reihenfolge jedoch.  Hier in Kürze die Ergebnisse:

1.    Fehlendes Vertrauen in die Politik!!!
2.    Inflationsschutz
3.    Knappheitsaspekte
4.    Rohstoffe als sichere Anlageklasse
5.    Fehlende Alternativen
6.    Flutung der Kapitalmärkte durch die Zentralbanken

Die möglichen Antworten wurden nicht vorgegeben.  Teilgenommen haben sowohl inländische als auch ausländische Kunden.  Interessant ist jedoch die Tatsache, dass fast durchweg das fehlende Vertrauen in die Politik und unsere Politiker an erster Stelle genannt wurde.  Aus analytischer Sicht sollte man berücksichtigen, dass die Punkte 2 und 6 durchaus identischen Charakter in der Meinungsbildung haben (könnten). Knappheitsaspekte wurden durchweg von Personen und Personengruppen genannt, die direkt oder indirekt mit der Ver-/Bearbeitung oder Verwendung von Technologiemetallen und Seltenen Erden beruflich zu tun haben.

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 22 – Technologiemetalle und Seltene Erden durchwachsen – USD fest

Bedingt durch den starken US-Dollar verzeichneten wir bei den Technologiemetallen Kursgewinne.  Ausreißer nach unten war jedoch Rhenium.  Nach Monaten der Ruhe auf Dollarbasis gab es bei Rhenium einen Abschlag, der sich auf Eurobasis jedoch etwas relativierte. Weitere leichte Rücknahmen sahen wir auch bei Europiumoxid, Terbiumoxid und Yttriumoxid.  Jedoch auch hier teilweise kompensiert durch einen steigenden Dollar, der die Investition für Euro-Anleger verteuert.

 

KW 21

MILLIARDEN, die es nicht geben dürfte!

In Europa schlummern 145 Milliarden Notkredite (Quelle: Weltonline)

Spaniens Bankenwelt erbebt – getroffen von massiven notleidenden Immobilienkrediten.  Die Griechen schaffen es nicht, eine tragfähige Regierung zusammenzustellen. Was kommt als Nächstes?

Wir verweisen in unserer heutigen Kolumne auf einen investigativen Bericht des Weltonline-Teams.  Höchst interessant – höchst aufschlussreich, wie prinzipienlos unsere Notenbanker in Zeiten der Sorge mit den Grundsätzen erfolgreicher Notenbankpolitik umgehen.  

Um es platt auszudrücken:  "Hier wird (noch) gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen!" Und das Ganze unter den Augen und der Aufsicht unserer Währungshüter.

"Sapere aude!" – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)
Urteilen Sie selbst!

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 21 – Technologiemetalle stabil – Seltene Erden fast stabil – Währungsverhältnis EUR/USD fast stabil

Keine großen Veränderungen gab es an der Preisfront.  Mit Ausnahme von Europiumoxid und Yttriumoxid, die beide leichte Verluste hinnehmen mussten, verlief die Preisentwicklung seitwärts.  Selbst an der Währungsfront gab es erst zum Wochenende eine leichte Schwächung des Euros, sodass wir leichte Preisaufschläge verzeichnen konnten.

 

KW 20

Bäume wachsen wieder in den Himmel!  - - Bund-Future über 144%

Charttechnisches Ziel 146% 

Die Überschrift müßte heißen:

„Kapital auf der Suche nach dem (vermeintlich) sicheren Hafen.“

Wer hätte jemals gedacht, dass sich der Bund-Future in diese Höhen begibt.  Eines ist jedenfalls sicher.  Um diese Kurse zu halten bzw. überhaupt erreicht zu haben, müssen gewaltige Kapitalströme in Bundesanleihen geflossen sein.  Stelle sich einer vor, wenn diese Fluten aus Bundesanleihen abgezogen werden und nach einem neuen Hafen suchen – Aktien oder Rohstoffe zum Beispiel?  Das Signal für eine Rally riesigen Ausmaßes wäre gegeben – mit nicht zu vernachlässigenden Zweitrundeneffekten im Hinblick auf Inflation.

Die Umlaufrendite bundesdeutscher Anleihen befindet sich mittlerweile bei <1,2% - Tendenz weiter fallend.  Teilweise werden für Kurzläufer bereits Negativrenditen erzielt.  Was für ein Geschäft für den Bundeshaushalt?  So sieht eigentlich Deflation aus.  Wenn da nicht der Rest des Eurolandes wäre (mit Ausnahme einiger weniger Länder).   Irgendwann werden Investoren feststellen, dass die Bundesrepublik nicht in der Lage sein kann und wird, die Verwerfungen im Euroraum zu schultern.  Dann sollten wir davon ausgehen, dass sich die Kapitalströme umkehren und aus Bundesanleihen abgezogen werden.  Außerdem gehen wir davon aus, dass der EZB keine Wahl bleibt, als weiterhin Anleihen maroder Euro-Staaten aufzukaufen, sodass immense Kapitalströme in Bewegung kommen und preistreibend auf die Märkte und insbesondere die Rohstoffmärkte wirken werden.
 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 20 – Technologiemetalle stabil – Seltene Erden mit Verlusten

Technologiemetalle zeigten sich erfreulich stabil im Berichtszeitraum – die Preise legten auf Euro-Basis sogar um knapp 2% wegen der schlechten Währungsparität zu.  Bei Seltenen Erden verzeichneten wir durchweg Verluste, die jedoch durch den schwächeren Euro etwas abgemildert wurden.  Ausgenommen hiervon war Gadoliniumoxid.
 

KW 19

Die Hoffnungsträger in der Produktion Seltener Erden außerhalb Chinas

Sehr häufig werden in diesem Zusammenhang 3 Firmen genannt, welche zu Zeiten hochgejubelt wurden, jetzt aber mit der rauen Wirklichkeit in Berührung kommen – Avalon Rare Metals Inc., Toronto (Kanada),  Lynas Corporation Ltd., Sydney (Australien) und Molycorp Inc., Greenwood Village, Colorado (USA).

Wir möchten aus gegebenem Anlass die Gelegenheit wahrnehmen und Ihnen kurz die Schwierigkeiten erläutern, mit denen diese Firmen zu kämpfen haben. 

Grundsätzlich ist es nicht damit getan, sich Schürf- und Bohrrechte zu sichern, Löcher in die Erde zu sprengen und dann reiche Ernte einzufahren.  Gelegentlich mag dies beim Bohren nach Rohöl im Nahen Osten noch zutreffend gewesen sein, bei Technologiemetallen und Seltenen Erden sind wir weit davon entfernt.  Vereinfacht dargestellt muß nach den ersten Probebohrungen und Analysen eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, ein Finanzierungsplan her – natürlich einschließlich der Finanzierung, die Infrastruktur geschaffen werden und vor allem muß ein erfahrenes Management die Projekte führen.  Nicht umsonst wird eine große Anzahl solcher Projekte eingestellt, bevor noch irgendeine Unze Metall gefördert wurde.  Gerade bei der Förderung von Seltenerdmineralien gilt es auch sicherzustellen, dass man in der Weiterverarbeitung das notendige Know-How besitzt, um die Mineralien in den nächsten Schritten entsprechend zu trennen und weiterzuverarbeiten, um sie in den Zustand (nämlich als Oxide) zu bringen, der sie dann nach weiteren Schritten auch für die industrielle Verwendung wertvoll macht.  Diese Techniken beherrschen zur Zeit fast ausschließlich chinesische Hersteller.

Avalon Rare Metals gab Anfang dieser Woche bekannt, dass sich der Abschluss diverser Analysen und Studien im Rahmen ihres Flaggschiff Projektes Nechalacho (Northwest Territories in Kanada) um wahrscheinlich ein halbes Jahr verzögert.  Somit würde sich auch der Produktionsstart bis gegen Ende 2016 verzögern.  Ursprünglich war der Start für 2015 vorgesehen.

Avalon Provides Nechalacho Project Update (Quelle: AVALON/Pressreleasewire)

Lynas Corporation Ltd. kämpft derweil gegen lokale Proteste im Umfeld ihrer neuen Produktionsstätte für Seltene Erden in Malaysia.  Anwohner haben Angst wegen der befürchteten hohen Umweltbelastung.  Gerade diese Proteste haben bereits für Verzögerungen von über 8 Monaten gesorgt.  Wie es weitergeht ist derzeit offen.

Citizen backlash keeps Malaysia rare earth plant on hold (Quelle: Reuters)

Bei Molycorp Inc. sind momentan keine größeren Produktionsprobleme bekannt.  Die Produktion läuft, beschränkt sich aber vornehmlich auf leichte Seltene Erden.  Hier ist das wohl größte Problem, dass sich der Aktienkurs von weit über US$ 70 im Sinkflug gen Süden entwickelt hat.  Mittlerweile stehen wir bei knapp US$ 25 – Tendenz weiter fallend.   

 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 19 – Leichte Veränderungen – EUR/USD bestimmend

In der Berichtwoche sahen wir trotz eines steigenden US$ noch leichte Aufschläge bei Gallium, Germanium, Indium und Terbiumoxid.  Tellur, Yttriumoxid und Dysprosiumoxid verzeichneten Abschläge auf Dollarbasis, die aber für Euro-Investoren teilweise durch die Schwäche des Euros im Wochenvergleich aufgefangen wurden.
 

KW 18

US-Pentagon – Das Angebot an US-Seltenen Erden wird die Bedürfnisse der US-Verteidigungsindustrie erfüllen!?!

Rare Earth Elements in National Defense (Quelle: Congressional Research Service)

Der US-Kongress verlangte 2011 vom Pentagon eine Analyse der Abhängigkeiten der US-Rüstungsindustrie vom Einsatz Seltener Erden im Hinblick auf den Gebrauch in militärischen Anwendungen.  Insbesondere werden Seltene Erden in Raketenlenk- und -kontrollsystemen, in Antrieben und Leit- und Lenksystemen für Flugzeuge, Panzer und Raketen, in Lasern und Nachtsichtgeräten, in der Satellitenkommunikation, in Radar- und Sonargeräten usw… eingesetzt.  Weiterhin wurden Vorschläge erwartet, wie man eine langfristige Sicherung der Versorgung gewährleisten könne. 

Der Bericht wurde im März 2012 dem Kongress zugeleitet und in der o.g. Fassung veröffentlicht.  Er identifiziert eine weite Verbreitung der Nutzung der Seltenen Erden in militärischen Anwendungen und spezifiziert, dass sich insbesondere bei 7 der 17 Seltenen Erden erhöhte Abhängigkeiten – nicht nur der US-Rüstungsindustrie, sondern auch bei der Einsatzbereitschaft des US-Militärs – erkennen ließen.  Diese 7 Seltenen Erden seien Dysprosium(oxid), Erbium(oxid), Europium(oxid), Gadolinium(oxid), Neodym(oxid), Praseodym(oxid) und Yttrium(oxid).  Jedoch könne die US-Produktion Seltener Erden mit Ausnahme von Yttrium(oxid) die militärischen Anforderungen zumindest in 2012 erfüllen.  

Ob diese Seltenen Erden jedoch strategischen bzw. kritischen Status für die US-Verteidigungsbereitschaft haben, läßt der Bericht weitgehend offen.  Nach unserer Interpretation möchte man unter Berücksichtigung strategischer Interessen die Karten nicht auf den Tisch legen.  Jedoch führt man weiter aus, dass die Produktion Seltener Erden bereits seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts unter Arbeitskosten- und Umweltschutzgesichtspunkten weitestgehend ins Ausland (hier vor allem nach China) verlagert wurde.  China produziere zur Zeit ca. 97% aller Seltenerdmineralien und –oxide.  Wenn das kein Zeichen von Abhängigkeit ist.  Woher kommt also die Schlussfolgerung, dass die Versorgung bis Ende 2012 gesichert sei.  Der Bericht listet mehrere Produzenten Seltener Erden in den USA bzw. außerhalb der Volksrepublik China auf, die ab 2012 in der Lage wären, Seltene Erden zu liefern.

Hier wird u.E. vollkommen vernachlässigt, dass diese Produzenten hauptsächlich leichte Seltene  Erden liefern werden – vorausgesetzt sie liefern überhaupt etwas.  Außerdem ist es mit der Gewinnung von Seltenerdmineralien nicht getan.  Das Know-How der Weiterverarbeitung liegt fast ausschließlich in der Volksrepublik.  Hinsichtlich der Aussage, dass die Versorgung bis Ende 2012 gesichert sei, gehen wir davon aus, dass es limitierte strategische Reserven in den USA gibt.  Bei Engpässen dürfte man aus staatlicher Sicht ggf. mit „Notfallplänen“ arbeiten.   Im weiteren Verlauf des Berichtes wird der Aufbau einer größeren strategischen Reserve angeregt.

Vor diesem Hintergrund sehen wir die USA in den nächsten Jahren vorerst eher als Bittsteller.  Man müsste den Chinesen in irgendeiner Form entgegenkommen und sie nicht vor der WTO verklagen bis die Techniken und Kapazitäten auch in der westlichen Welt soweit aufgebaut wären, um der Abhängigkeit zu entkommen.  Dummerweise nimmt der globale Hunger nach Seltenen Erden auf allen Gebieten der Hochtechnologie und Energietechniken extrem zu – nicht nur die Militärs verlangen nach Seltenen Erden – sodass noch nicht abzusehen ist, ob China nicht doch irgendwann in naher Zukunft vom Nettoexporteur zum Nettoimporteur Seltener Erden würde.  Was dann? 

Nächste Woche beschäftigen wir uns mit einigen hochgelobten Explorationsunternehmen der Branche.

 

Seltene Erden und Technologiemetalle KW 18 - Ruhige Handelswoche

Die Berichtswoche verlief ebenfalls ruhig.  Die Gerüchte über steigende Preise bei Seltenen Erden haben sich nicht bestätigt.  Technolgiemetalle sahen keine Veränderung auf Dollarbasis, bei den Seltenen Erden verbuchten Europiumoxid, Yttriumoxid und Praseodymoxid Abschläge, während Gadoliniumoxid mit leichtem Aufschlag aus der Handelswoche ging. Preisänderungen auf Euro-Basis waren zu vernachlässigen, da sich im Währungspaar EUR/USD nicht viel tat.

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