Aktuelle Marktberichte EUMEHA 2013

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Aktueller Marktbericht EUMEHA Juli 2013

Juli 2013 - Rückblick auf die NSA-Affäre/Friedrichs "Lustreise" nach Washington/Diplomatische Verwicklungen

Die NSA ist in unseren Wohnzimmern und Büros. Jeder wußte es oder man vermutete es zumindest.  Die Veröffentlichungen des Whistleblowers Edward Snowden und des Guardian seit Anfang Juni belegen, dass Nichts und Niemand mehr vor den Ausspähaktivitäten der Geheimdienste im digitalen Zeitalter sicher ist.  Unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung greifen die NSA und auch andere westliche Geheimdienste weltweit alles ab, was sie auf digitalem Weg bekommen können.  Sie zeichnen Emails und Telefongespräche auf und dringen in Compuersysteme ein.  Mit anderen Worten: Sie spähen in großem Stil deutsche Bürger und Einrichtungen aus.  Das Recht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung wird mit Füßen getreten.  Da sich herausgestellt hat, dass auch der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz munter mitmischen, hält sich die Bundesregierung merklich mit Kritik zurück.  Die Lachnummer des Monats war jedoch Innenminister Friedrichs "Lustreise" nach Washington. Ein Aufklärungsbesuch zum PRISM-Überwachungsprogramm sollte es sein.  Er meinte nach seiner Rückkehr, der "edle Zweck, Menschenleben in Deutschland zu retten" rechtfertige, dass wir mit unseren amerikanischen Freunden und Partnern zusammenarbeiten".   Das ist der "Klartext", den er versprach mit den Amerikanern zu reden.  Wie gut, dass zumindest Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Informationspolitik der Amerikaner rügt und von einem Vertrauensverlust spricht.

Auf der Jagd nach Edward Snowden, der sich wochenlang im Transitbereich des Moskauer Flughafens aufhielt, erlaubte sich die internationale Diplomatie Anfang Juli dann noch einen "Kracher".  Die bolivianische Präsidentenmaschine wurde auf dem Rückflug von Moskau im europäischen Luftraum gestoppt und mußte in Wien notlanden.  Mehrere europäische Länder verweigerten angeblich die Überflugrechte, da man mutmaßte, dass Edward Snowden an Bord sein könnte.  Ein diplomatischer Tiefpunkt, nicht nur aus südamerikanischer Sicht.   

 

Markbericht Juli - Technologiemetalle durchwachsen - Seltene Erden mit Freudensprüngen  

Der Juli zeigte eine durchwachsene Tendenz bei den Technologiemetallen.  Während Indium und Germanium zwischen 4 - 7 Prozent zulegten und sich bei Gallium wenig tat, mußten bei Hafnium, Tellur, Selen und Rhenium doch teilweise erhebliche Abschläge hingenommen werden.  Es fehlte schlichtweg die größere industrielle Nachfrage.  Bei den Seltenen Erden wollen wir noch keine Trendwende ausrufen, aber hier hat sich Erstaunliches ereignet.  Dysprosiumoxid schoss mit fast 50 Prozent Zuwachs durch die Decke - sicherlich etwas übertrieben, aber es zeigt auch, dass derzeit bei leicht erhöhter Nachfrage, nicht unerhebliche Preissprünge folgen können.  Auch andere Seltenerdoxide machten verloren gegangenes Terrain wieder wett.  So legte Neodymoxid um fast 25 Prozent zu, Terbiumoxid um fast 16 Prozent.  Hat sich das Beten und Betteln der Marktteilnehmer ud Investoren gelohnt?      


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